Forscher veröffentlicht neues Buch


11. Dez. 2020

Stefan Grohs-Müller, Forscher am Campus Wieselburg, widmet sich in seinem neuen Buch dem Thema "Jugendliche und Geld".

20201211 012 Grohs Buch

Es ist eine Frage, die sich jeder Elternteil einmal stellen muss: Gebe ich meinem Kind Geld, wenn es etwas haben möchte? Oder bekommt es ein regelmäßiges Taschengeld und muss selbst lernen, mit dem Budget zu haushalten? Stefan Grohs-Müller, Forscher am Campus Wieselburg der Fachhochschule Wiener Neustadt, hat sich (unter anderem) die Auswirkungen der Kindeserziehung auf den Umgang mit Geld angesehen und ein Buch dazu verfasst. „Die Ergebnisse der Studie nehmen vor allem die Eltern in die Pflicht“, sagt Grohs-Müller, „sie müssen eine Vorbildrolle übernehmen.“

Große Befragung

Der Wirtschaftsexperte führte im Rahmen eines Forschungsprojektes am Institut für Wirtschaftspädagogik der Wirtschaftsuniversität Wien im Jahr 2017 eine Erhebung mit 1.343 Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren durch. Alle besuchten ein Gymnasium oder eine Neue Mittelschule. Er befragte sie nicht nur zu ihrem Kaufverhalten, sondern auch, ob ihre Eltern sie in die Urlaubsplanung mit einbinden. Ob sie bei größeren Anschaffungen in der Familie manchmal mitbestimmen dürfen, was gekauft wird. Und wie der Umgang mit Geld in ihrer Schule vermittelt wird.

Das Ergebnis: Die Vorbildrolle der Eltern ist zentral. Leben sie den Kindern einen sorgsamen Umgang mit Geld vor, vermitteln sie ihnen die Bedeutung von Sparen, informieren sie über die laufenden Einnahmen und Ausgaben, gehen die Kinder auch selbst sorgsamer mit ihrem Geld um. Jugendliche hingegen, die sich im Umgang mit Geld eher an anderen Jugendlichen orientieren, haben öfter Geldsorgen und neigen stärker zu einem emotionalen, impulsiven Konsumverhalten.

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